Der Malerweg

July 19, 2014  •  Kommentar schreiben

Königstein - PanoramaaufnahmeKönigstein - PanoramaaufnahmePanoramablich von der Festung Königstein auf die Elbe und die Stadt Königstein, Sächsiche Schweiz, Deutschland Für dieses Jahr haben Brigitte und ich uns für einen Wanderurlaub entschlossen, während unsere Tochter Kassandra auf Sprachreise in England war.

Nach einigem Hin und Her fiel die Wahl auf den Malerweg in der Sächsichen Schweiz, wobei wir uns für eine Individualvariante mit Gepäcktransport entschieden - angesichts der durchaus strapaziösen Tagesetappen eine gute Wahl, wie sich herausstellen sollte.

Unseren erstern Nachmittag/Abend nach der langen Anfahrt verbrachten wir in Dresden, das uns bereits bei einem früheren Besuch sehr gut gefallen hat. Ein bißchen herumschlendern, ein paar Einkehrtschwünge, das eine oder andere Foto des nächtlichen Dresden, und wir waren happy und gut eingestimmt auf innere Einkehr beim Wandern.

Tags darauf eine kurze Fahrt nach Wehlen zu unserem Quartier in der Alten Säge, Dorf Wehlen. Und gleich ein paar kurze Wanderungen im Umfeld des Ortes. Unsere erste Etappe führte uns dann von Wehlen aus über die berühmte Bastei bis nach Hohnstein.  Die Eingehtour bot echt viele Touristen aber auch schöne Ausblicke; halt etwas overcrowded. Etwas anstrengend war es dann auch noch, da wir etwas über unser Tagesziel hinausgeschossen sind; wir wanderten frohgemut bis in den Ort Hohnstein, was so nicht vorgesehen war - leider.

Der nächste Tag führte uns recht abwechslungsreich an Felswänden entlang, durch Wälder und Klammen bis zur Ostrauer Mühle bei Bad Schandau. Ein heftiges Gewitter unterwegs haben wir in einem gemütlichen Gasthaus ausgesessen, da hatten wir ein glückliches Händchen. Das Abendessen am Ziel war etwas mühsam, verkündete doch eine grellgelbe Tafel im Gastgarten: "Wir sind nicht auf der Flucht sondern bei der Arbeit..." - bei uns zu Hause wäre das eine unvorstellbare Einstellung zum Gast; funktioniert dort aber auch nicht so recht, denn die Bude war praktisch leer.

Aber wir wurden dann mit etwas Geduld doch noch soweit satt, um den nächsten Tag bewältigen zu können. Der hatte es dann so richtig in sich! Highlights wie Wildschützensteig, Schrammsteinaussicht, Gratkammweg und Affenfelsen reihten sich nahtlos aneinander. Ein Feuerwerk an Erlebnissen und viel Arbeit für meine Fuji XT 1. Für die Beine auch, nach fast 8 Stunden am Zielangelangt, waren wir hundemüde und hungrig. Im Wanderstübel in Hinterhermsdorf waren wir dann dafür bei supernetten Wirtsleuten mit supergutem Essen und Wein bestens aufgehoben, um uns zu regenerieren.

Die nächste Etappe nach Schmilka kam uns recht kompakt vor, nett aber eher unspektakulär. Schön waren die vielen wilden Orchideen am Wegesrand. Insgesamt war uns diese Etappe mit nur ca. 4 Stunden aber viel zu kurz und wir wären gerne so um die 2 Stunden länger auf unserer Tour vorangekommen, auch wenn das kleine Örtlein Schmilka durchaus seinen Charme hat.

Ein Gefühl, das sich am nächsten Tag bestätigte, da uns die Etappe bis Gorisch wieder recht lang vorgekommen ist. Anfangs haben wir diese sowohl von der Landschaft als auch von den Mühen her deutlich unterschätzt. Die Gegend wurde mit der Dauer der Wanderung immer schöner (Papststein, Gohrischstein) und der Marsch durchaus anstrengend - OK wir sind auch hier, wie schon öfters zuvor, einen ziemlichen Umweg gegangen.

Und dann stand schon die letzte Etappe an, zurück nach Wehlen. Doch die haben wir sauber abgekürzt! Sind in Königstein hängengeblieben und haben die wirklich sehenswerte Festung Königstein ausgiebig besichtigt; natürlich erst nach Besteigung des Berges, auch 250 Höhenmeter. Im Anschluß haben wir dann allerdings den Zug zurück nach Wehlen genommen. Das war, angesichts von +30°C, recht naheliegend und hatte auch den Vorteil, dass wir, nach ausgiebigem Essen, einer Kultivierung auf dem Zimmer und einem kurzen Schönheitssschlaf, um 18.00 Uhr ausgeruht ins Auto gestiegen sind, und noch in einem Rutsch nach Hause fahren konnten (sind fast 700 km).

Das nun war unsere Wanderreise, im Stenographiestil beschrieben. Es gäbe noch so manch Erwähnenswertes dazu, doch das würde den Rahmen eines Fotoblogs sprengen. Toll war`s! Auch anstrengend und schweißtreibend! Über 100 Kilometer und mehr als 40 Stunden per pedes unterwegs und ein paar Höhenmeter waren auch dabei. Die Organisation der Reise mit Gepäcktransport erfolgte perfekt über Sächsische Schweiz Tours.

Viele tolle Fotomotive haben uns immer wieder in den Bann gezogen, aufgenommen habe ich diese mit meiner Fuji XT 1 , meist mit dem 18-55èr, ein paar mit dem formidablen 14mm.

Die Fotos dazu gibt es hier.


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